Kuelap Festung Chachapoyas

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Kuélap

Kuélap wird auch als das "Machu Picchu des Nordens" tituliert, da auch dieser Ruinenkomplex jahrelang unter dichter Vegetation verborgen lag, bevor er 1843 durch den Richter Juan Crisóstomo Nieto aus Chachapoyas wiederentdeckt wurde. Im 10. Jahrhundert begann man mit dem Bau dieser Anlage, welche auf einem schmalen Bergrücken liegt. Kuélap war wahrscheinlich ein wichtiges politisches und militärisches Zentrum der Chachapoyas-Kultur. Die ca. 3.000 Einwohner haben hier unter anderem Landwirtschaft, Lamazucht und Handelsbeziehungen mit den umliegenden Regionen betrieben. Die rund 6 ha große Stadtanlage wird von einer 12 bis 20 m hohen und ca. 600 m langen Stadtmauer umrahmt. Es gibt nur drei schmale Eingänge, welche sich nach hinten so sehr verengen, dass nur noch eine Person durchkam. Diese Konstruktion war strategisch wichtig, da man dadurch nur einen Verteidiger der Stadt benötigte und Kuélap somit als uneinnehmbar galt. Die Festung selbst wurde auf drei Ebenen errichtet, wo man auch 420 Rundgebäude findet, welche mit Zickzack-Mustern sowie mit geometrischen, menschlichen und tierischen Figuren verziert wurden. An den Endpunkten der Stadt wurden Wachtürme, der 8 m hohe El Torreón im Norden und der 5,5 m hohe Tintero ("Tintenfass", aufgrund seiner Form) im Süden, gebaut, die einst die Stadt bewachten und Kontakt zu den umliegenden Ortschaften aufnahmen. Heute kann man von dort aus das gewaltige Bergpanorama genießen. An dem steilen westlichen Berghang entdeckten Archäologen stark beschädigte Sarkophage, die aus einem Gemisch aus Stein, Tonerde und Zuckerrohr angefertigt wurden. In den kleinen Höhlen hatten die Bewohner im 15. Jahrhundert quadratische Grabkammern eingebaut, welche zur Bestattung der in Tüchern und Fellen eingewickelten Mumien benutzt wurden. Da sich diese Kammern in einem Steilhang liegen, konnte man sie nur über Seile und Leitern erreichen.

 


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